Samstag, 27. August 2011

Senggigi auf Lombok - der untouristische Bruder Balis



Am Morgen haben wir also, nach einem leckeren Pancake- Frühstück, das Shuttleboot nach Lombok genommen. Als wir am Pier ankamen, haben wir, angesichts der Touristenmengen, eigentlich schon wieder damit gerechnet, dass das Boot überfüllt würde, aber erstaunlicherweise durften tatsächlich immer nur zwölf Menschen auf ein Boot. :-) So hatten wir alle super viel Platz, in diesen einfachen Holzbooten, die ganz schön auf den Wellen tanzen... Ob diesmal allerdings genügend Schwimmwesten an Board waren, lässt sich schwer sagen... Wie auch immer, wir haben es ja heile geschafft.
In Bengsal auf Lombok am Hafen angekommen mussten wir zunächst zum Busterminal laufen, was sie wieder irgendwie vergessen hatten, uns zu erzählen, beim Ticketkauf... ;-) Die Strecke war aber nicht sooo lang und wir hätten ja auch spontan eine Pferdekutsche mieten können, natürlich standen die nämlich schon wundersamerweise am Hafen bereit... ;-) Wir sind aber gelaufen, war auch wirklich nicht weit und unsere Rucksäcke sind auch noch immer erstaunlich leicht: so richtige Shoppinggelegenheiten haben sich uns noch gar nicht geboten...
Am Terminal angekommen wurden wir dann nach ein bisschen Warten auf verschiedene Busse aufgeteilt. Unserer kam definitiv vom Schrottplatz. Dass der noch fährt ist echt irre, bei jedem Schalten hat das Getriebe gegrüßt, alles voller Rost, durchgesessene kaputte Sitze und die Hügel mussten wir fast schieben... Also ehrlich..., was für ein Spaß...
Wir sind aber heile in Senggigi angekommen und wurden quasi direkt vor unserem Erstwunschhotel herausgelassen, das tatsächlich noch ein Zimmerchen für uns frei hatte! Das war ja einfach... :-) Mückennetz aufgehängt, ein wenig auf unserer Terrasse in den Lombok-Zeitschriften geschmökert und schwups war Stefan auch schon eingeschlafen... Kein Wunder: die Zeit, die Nina immer abends eher einschläft, muss Stefan ja schließlich irgendwann auch 'mal aufholen, wir sind ja schließlich im Urlaub... :-) Nina hat währenddessen ihr zweites Buch zu Ende gelesen und war super froh darüber, dass Stefan am Vortag quasi darauf bestanden hatte, ihr noch ein gebrauchte neues Buch beim Inselrundgang zu kaufen...
Nach unserer Mittagspause haben wir uns dann aufgerafft, Senggigi zu erkunden, das imgrunde nur aus einer Straße besteht, die an der Küste entlang verläuft und alle größeren Städte miteinander verbindet. Wir sind auch nur auf einen mittelschönen kleinen Strand, einen "Kunstmarkt", in dem wieder alle das gleiche Zeug verkaufen, einen Supermarkt, ATMs und ein paar Restaurants und Unterkünfte gestoßen...
Unser Highlight war das Dream Divers Office, da haben wir dann den Rest des Tages verbracht. Die Manager, ein junges österreichisches-schottisches Pärchen, sind nämlich super nett und haben uns viele Tipps für Ausflüge auf der Insel gegeben. Außerdem haben wir bei ihnen doch noch unsere Dream Divers T-Shirts kaufen können, die schon vor drei Monaten geliefert hätten werden sollen... Gerade noch rechtzeitig für uns!! :-)
Auf dem Rückweg zum Sonya Homestay sind wir an einem Restaurant hängen geblieben, in dem der Kellner plötzlich irre gut Deutsch mit uns gesprochen hat. Das hat er angeblich nur von den Gästen gelernt, da waren wir wirklich sehr beeindruckt. Er hat uns jedem einen freien Cocktail und freien Nachtisch versprochen und gesagt, dass er auch das WiFi anmacht. Hat alles super geklappt und das Essen, Nina hat sich zum ersten Mal getraut, indonesisch zu essen, war auch sehr lecker.
Auch hier gab es Früchte mit Pancakes zum Frühstück und pünktlich um neun stand unser gemieteter Roller auf der Matte. Schnell die Formalitäten geklärt: ("You have driving license? Yes? Please sign here!") und los ging unsere erste Tour der Küste entlang in den Norden. Wunderschöne Aussichten bieten sich hier auf dem ersten Stück, auf dem die Straße die Küste umarmt. Man kann bis nach Bali schauen, was gar nicht 'mal sooo nah d'ran ist, und bis dahin nur das glitzernde Meer...
Zwischen vielen Reis- und anderen Feldern hindurch, durch kleine Dörfer bis nach Senaru. Dort haben wir uns, nachdem Stefan ordentlich mit den guides verhandelt hatte, in den Dschungel geschlagen, um zwei Wasserfälle anzuschauen. Der zweite war wirklich echt schön und allein der Weg dorthin schon ein richtiges Abenteuer für sich: an manchen Stellen mussten wir nämlich durch einen ca. knietiefen, rauschenden Bach waten, der mit glitschigen und heimtückischen Steinen gefüllt ist... ;-) Der Weg und das Ziel haben sich aber beide super gelohnt und so waren wir auch wieder versöhnt, unsere Hintern taten schon ganz schön weh, auf diesem Rollerdinglein...
Der Sonnenuntergang, von einem der vielen Aussichtspunkte am Meer angeschaut, war wirklich sehr hübsch und nachdem alle anderen gegangen waren, haben die Affen regiert und sogar noch einen streunernden Hund verjagt! Irre: freilebende, nicht an den Menschen gewöhnte, wilde Affen treiben sich hier 'rum... :-)
Am Abend haben wir das blaue Zelt ausprobiert, von dem uns die Dream Divers Manager so vorgeschwärmt hatten. Das blaue Zelt ist so ein typischer Warung: ein Restaurant der Einheimischen. Der hier ist aber besonders, weil er immer abends alle Tische und Stühle erst aufbaut, auf diese Weise sparen sich die Betreiber Steuern, clever, oder? Das Essen ist super günstig, sehr lecker und die kleine offene Küche einfach urig... Selbst Nina hat das Essen gut vertragen. :-)
Die zweite Tour am nächsten und letzten Tag auf Lombok hat uns dann runter in den Süden geführt, zu den anderen Gilis. Auch diese Fahrt war sehr interessant: überall Kinder, die dir zuwinken und sich freuen, dich zu sehen, überall Menschen, die sofort anhalten und dir helfen, wenn sie sehen, dass du ratlos auf deine Karte blickst (die sprechen Englisch und sagen dir tatsächlich den richtigen Weg oder fragen andere, bis sie den Weg wissen!!) und überall spektakuläre Farben, Gerüche und die unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten. Unter anderem die Mataram Hall, eine Einkaufshalle vollgestopft mit Geschäften und gaaanz viel Kram, den man wirklich zum größten Teil nicht brauchen kann. Uns hat auch nur das Mc Donald's Schild angezogen, weil die Mc Flurrys hier ja so unfassbar günstig sind... Der Mc Donald's hatte aber alle Gardienen zugezogen und war ganz dunkel von innen... Die Menschen wurden dann nett durch ein Schild darauf aufmerksam gemacht, doch bitte oben ihr Essen zu verzehren, aus Rücksicht auf die fastenden Muslimen... Na, uns soll's ja egal sein, wo wir unser Eis vernaschen, Hauptsache überhaupt, oder?! ;-) Immerhin nicht so streng hier wie in Dubai, wo wirklich alle Restaurants geschlossen waren, sogar die am Flughafen...
An der Küste angekommen haben wir uns in einer einsamen Bucht an den Strand gelegt und während Stefan gedöst hat, hatte Nina so ihren Spaß mit den Einsiedlerkrebsen, die dachten, sie könnten sich in ihren Muscheln verstecken... :-)
Am Abend haben wir natürlich wieder im blauen Zelt gegessen, wo auch sonst?! ;-) Hmmmmm, yummie!!! Jeder sollte so ein blaues Zelt haben...
Im nächsten Eintrag dann mehr über Padang Bai auf Bali, das ist nämlich unsere nächste Station. Wird auch Zeit, sonst reißt Stefan hier noch auf allen kleinen Inseln eigenhändig jedem Gockel den Kopf ab! So 'was von nervig, das ständige Krähen!!!

Liebe Grüße
Stefan und Nina












































Kommentare:

  1. :-( und wo sind jetzt die versprochenen Mantas?
    LG Danica

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  2. Hallo, ihr lieben (Ur)Wald- und sonnigen Küsten-Stürmer.
    Man(n) und Frau können es direkt an den Bildern ausmachen: Euch geht es so richtig gut ... oder auch: Ihr lasst es Euch gut gehen. Schien es a zu Beginn so als wollte die Zeit nicht vergehen, so rennt sie jetzt seit zehn Tagen wie verrückt und Ihr müsst schon bald packen.
    Dann also heute ein letztes Mal vielen Dank für Euren Fleiß, der uns dabei sein lässt.
    Macht Euch noch ein paar schöne Stunden und gute und problemlose Heimreise.
    Aus Lindenberg gibt es nicht viel Neues zu berichten, wir sind soweit fit, leider kann man das von Laska nicht sagen. Sie lebt weiterhin nahezu nur von ihrer Substanz, wenn es beim gassi gehen 50 m weg vom Tor werden ist das schon viel (sie dreht dann von selbst um oder setzt sich hin). Wenn man doch nur sehen könnte, ob sie Schmerzen hat.
    Ich muss dann gleich zum Abbau: Weißensee, 3 Tage lang Aufbau und dann bis morgen früh alles runter. Naja, wird schon werden, hoffentlich regnet es nicht. Wir haben in den letzten Tagen sowohl mächtig geschwitzt, sind aber auch mit Güssen überschüttet worden, die es eigentlich nur bei Euch (oder eben in solchen Regionen) geben sollte.
    Also jetzt kann man wirklich sagen: Bis bald, bleibt gesund und liebe Grüße von uns

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